Ihr Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
in Saarbrücken

Das Bank- und Kapitalmarktrecht ist ein schwer zu greifendes Rechtsgebiet, weil es nicht in einem eigenen Gesetzbuch geregelt ist. Außerdem ist es mittlerweile in weiten Teilen durch Vorgaben der Europäischen Union geprägt. Zugleich ist es ein Rechtsgebiet mit dem jedermann einmal in Berührung kommen wird, sei es auch nur durch die Eröffnung eines Bankkontos oder den Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung.

Wir helfen unseren Mandanten – Kreditnehmern wie Kreditgebern, Anlegern wie Anlageberatern und -Vermittlern, Gläubigern wie Schuldnern – bei allen ihren Fragen zum Bank- und Kapitalmarktrecht! Die Beratung erfolgt durch unsere Rechtsanwälte Justizrätin Gertrud Thiery, Christoph Thiery und Dr. Frank Lauterbach. Häufig geht es dabei um nachstehende Aspekte.

Darlehensverträge

Darlehensverträge sind im Wirtschaftsleben eine Notwendigkeit. Dies gilt für Unternehmer, die z.B. Investitionen finanzieren möchte, ebenso wie für Verbraucher, z.B. bei der Immobilienfinanzierung. Gerade bei der Immobilienfinanzierung gibt es für Verbraucher schwer zu durchblickende Finanzierungsinstrumente, wie z.B. Bausparverträge. Wir beraten unsere Mandanten schon vor Abschluss von Darlehens- und anderen Finanzierungsverträgen. Dabei bringen wir nicht nur das notwendige juristische Know-how, sondern auch Erfahrung und wirtschaftliches Gespür ein.

Auch während und nach der Laufzeit eines Darlehensvertrages beraten wir unsere Mandanten umfassend. Oftmals geht es dann um Fragen zu Zinsanpassungen, zu Vorfälligkeitsentschädigungen oder zu der Abwehr unberechtigter Forderungen und Durchsetzung berechtigter Forderungen. Komplizierte Fragen wirft die Beendigung eines Darlehensverhältnisses auf. Neben der Beendigung durch Zeitablauf kommt es vor allem zur Beendigung durch Kündigung. Als Grund der Beendigung von Verbraucherdarlehensverträgen ist darüber hinaus das Recht des Verbrauchers zum Widerruf seiner auf den Abschluss des Verbraucherdarlehensvertrags gerichteten Willenserklärung zu nennen. Notwendigenfalls vertreten wir die Interessen unserer Mandanten in allen diesen Fragen auch vor Gericht.

Kreditsicherungsrecht

Alle Darlehens- und Kreditverträge haben aus Sicht der Darlehensgeber das Risiko gemein, dass der Darlehensnehmer das Darlehen nicht zurückzahlen kann. Dagegen sichern sich die Darlehensgeber ab, indem sie sich Sicherheiten stellen lassen, wobei zwischen Personal- und Realsicherheiten unterschieden wird. Bei den Personalsicherheiten steht ein Dritter für die Schuld des Darlehensnehmers ein. Der klassische Fall einer Personalsicherheit ist die Bürgschaft. Daneben gibt es unter anderem den Schuldbeitritt und die Garantie. In dieser Dreiecksbeziehung können wir alle Beteiligten beraten: den Schuldner, den Sicherungsgeber sowie den Gläubiger und Sicherungsnehmer. Bei den Realsicherheiten dient ein Gegenstand als Sicherheit für die Erfüllung der Darlehensschuld. Häufig dienen Grundstücke als Sicherheiten, sie werden dann mit einer Grundschuld oder einer Hypothek belastet. Fällt der Darlehensschuldner aus, wird das Grundstück verwertet, namentlich durch Zwangsversteigerung. Andere Gegenstände als Grundstücke können insbesondere mit einem Pfandrecht belastet werden. Haben Sie Fragen zu diesen Themen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

Besonders hilfreich ist für unsere Mandanten, dass wir mit Herrn Dr. Frank Lauterbach einen Rechtsanwalt in unserer Kanzlei haben, der auch über vertiefte praktische Erfahrung im Insolvenzrecht verfügt. Denn dort, wo eine Forderung ausfällt, steht leider oftmals eine Insolvenz an. Die Zusammenhänge zwischen Kreditsicherungs- und Insolvenzrecht kennen wir!

Anlageberatung und Haftungsfragen

Das Bankgeschäft ist haftungsträchtig! Dies gilt insbesondere für die Anlageberatung (auch als Finanz- oder Vermögensberatung bezeichnet). Banken trifft gegenüber ihren Kunden die Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung. Um anlegergerecht zu beraten, muss die Bank zuerst das Wissen und die Risikobereitschaft des Bankkunden ergründen, um dann für die objektgerechte Beratung das richtige Anlageobjekt zu empfehlen. Außerdem gibt es Ansprüche aus Prospekthaftung. Eine Pflicht zu ordentlicher Finanzberatung gibt es auch für Anlageberater und -Vermittler. Natürlich müssen diese über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verfügen. Wir haben in der Vergangenheit sowohl Haftungsansprüche für unsere Mandanten bei Beratungsfehlern geltend gemacht als auch Berater gegen unberechtigte oder überzogene Schadenersatzforderungen verteidigt.

Eine Bank treffen vielseitige Pflichten, die über die Anlageberatung hinausgehen, z.B. bei der Führung von Bankkonten und Wertpapierdepots. Die Digitalisierung hat hier – wie in allen anderen Lebensbereichen – neue Fragen aufgeworfen. Online-Banking und online-Zahlungsdienste bringen viele Missbrauchsmöglichkeiten mit sich. Phishing und Kreditkartenbetrug sind nur zwei der häufig auftauchenden Begriffe. Verbrauchern helfen wir in solchen Fällen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche sowohl gegen das Kreditinstitut als auch gegen die Täter.

Bankvollmachten und Nachlassfälle

Bankvollmachten sind aus dem Bankwesen nicht wegzudenken, insbesondere wenn Bankkunden im Ausland leben oder fortgeschrittenen Alters sind. Dann brauchen sie jemanden, der ihre Bankgeschäfte für sie wahrnimmt. Oftmals gilt eine solche Vollmacht auch über den Tod hinaus, gesprochen wird dann von einer transmortalen Vollmacht. Soll sie erst nach dem Tod anfangen zu gelten, wird von einer postmortalen Vollmacht gesprochen. Leider kommt es häufig zu einem Missbrauch solcher Vollmachten und – genauso häufig – zu dem fälschlichen Vorwurf des Vollmachtmissbrauchs. Hier gibt es viele Beteiligte: Die Bank, den Vollmachtgeber und Erblasser, die Erben sowie den Vollmachtnehmer. Meistens haben mehrere Beteiligte berechtigte Anliegen, die wir für unsere Mandanten auszugleichen suchen. Wir beraten präventiv schon vor der Errichtung von Vollmachten, sind aber auch im Streitfall zur Stelle!

Die in der Praxis immer wieder auftauchenden Streitigkeiten haben Banken dazu veranlasst, in Nachlassfällen besonders umsichtig zu sein. Immer wieder wird trotz Vollmachtvorlage der Zugriff auf ein Konto verweigert. Auch eine (vermeintlich) unklare Erbfolge kann dazu führen, dass niemand ohne Erbschein auf ein Konto zugreifen kann und das obwohl dringende Geschäfte zu erledigen sind, wie z.B. die Zahlung von Beerdigungskosten. Unauffindbare Unterlagen erschweren den Erben eines Bankkunden die Situation oftmals weiter, dies gilt namentlich für verlorene Sparbücher, die regelmäßig ein Aufgebotsverfahren erforderlich machen. Wenden Sie sich in solchen Fällen gerne an uns! Mit Herrn Rechtsanwalt Christoph Thiery steht Ihnen dann ein Rechtsanwalt zur Seite, der nicht nur im Bankrecht versiert, sondern darüber hinaus Fachanwalt für Erbrecht ist.